Dekanat
Konz- Saarburg

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Serrig 2009
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Mitwirkung beim Projekt: Requiem Fauré
Ausführende: Mitglieder der Kirchenchöre St. Martin, Serrig; St. Quiriacus und Auctor Taben-Rodt sowie TeilnehmerInnen des Fauré Projektchores

Leitung: Kantorin Carola Mäcke

Serrig, 15.11.2009

 

Chorkonzert in Serrig begeistert Zuhörer

Die Kirchengemeinde St. Martin, Serrig, hatte für Sonntag, den 15.11.2009 um 17 Uhr zu einem Kirchenkonzert eingeladen, das schließlich alle Erwartungen übertraf.

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche wurde dem Publikum ein beeindruckendes Konzert dargeboten, in dem verschiedene Werke der französischen Spätromantik im Vordergrund standen.

Nach der Begrüßung durch Dechant Klaus Feid erklang eine Orgelimprovisation zu Lux aeterna von Professor Karl Ludwig Kreutz. Herrn Kreutz gelang es, die Zuhörer durch die Leichtigkeit seines Orgelspiels in eine Welt des Lichts und der Hoffnung eintauchen zu lassen.

Diese Stimmung übernahm der Chor unter der Leitung von Kantorin Carola Mäcke in seinem ersten Stück, dem Tantum Ergo von Déodat Séverac. Nach ersten zarten Piano-Klängen entwickelten die SängerInnen der Chöre von St. Martin (Serrig), St. Quiriacus und Auctor (Taben-Rodt) sowie des Projektchores ein kraftvoll leuchtendes Forte, um wieder in einem zuversichtlich strahlenden Piano zu enden. Danach erklang ein Frühwerk von Gabriel Fauré - Cantique de Jean Racine-, worin sich erstmals die großen Melodiebögen der Chorstimmen mit den weich dahinfließenden Triolenbewegungen der Orgel vereinigten. Schon hier wurde offensichtlich, wie gut Chor und Organist aufeinander eingestimmt waren.

Die Solistin Monika Weber, Sopran, führte die hoffnungsvolle Stimmung des Konzertanfangs weiter und zeigte ihr großes Können sowohl in der Arie Schafe können sicher weiden, wo ein guter Hirte wacht von Wolfgang Amadeus Mozart als auch in der Arie Er kennt die rechten Freudenstunden von Felix Mendelssohn.

Die beiden Parts der Solistin verband eine Arie aus der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart - Du, welcher wandert diese Straße voll Beschwerden -, die in einer Bearbeitung für Orgel solo (Prof. Helmut Deutsch) erklang und durch Kreutz’ gefühlvollen Vortrag zu einem weiteren Höhepunkt des Konzertes wurde.

Anschließend trat der Projektchor mit dem Hauptwerk dieses Abends auf, dem Requiem von Gabriel Fauré.

Geschrieben zwischen dem Tod beider Eltern (Vater +1885, Mutter +1887), setzt Faurés Requiem auf eine vom Auferstehungsgedanken geprägte Harmonik verbunden mit ausgedehnten Melodiephrasen, die eine innige und zugleich friedvolle Stimmung erzeugen. Ebenso wie zu Beginn des Konzertes gelang es dem Chor, unter der Leitung von Carola Mäcke, in einem präzisen Zusammenspiel mit dem Organisten hier erneut vortrefflich diese tröstende, zuversichtliche Ahnung auf ein Leben nach dem Tod wiederzugeben. Vom Dies irae, dem Bericht vom Jüngsten Gericht, ist in Faurés Requiem nur die letzte Zeile Pie Jesu übrig geblieben, wodurch erneut seine Intention – die Aussicht auf ein himmlisches Elysium in den Mittelpunkt zu stellen - deutlich wird. Monika Weber konnte auch hier durch ihre klare Tongebung überzeugen und unterstützte somit Faurés Bestreben in Vollendung. Als der letzte Ton von In paradisum verklungen war, bedankte sich das aufmerksame Publikum mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen für die dargebrachte Leistung.

 

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